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HTTP-Geräte

HTTP-Geräte

Worum geht es?

HTTP-Geräte richtest du manuell ein. Das ist sinnvoll, wenn ein Gerät über eine lokale Adresse und einfache Befehle schaltbar ist, aber nicht automatisch gefunden wird.

HTTP-Gerät als Experten-Fallback hinzufügen
Die Abbildung zeigt die Desktop-Ansicht. Die VyraVolt UI passt dieselben Inhalte auf Smartphone und Tablet automatisch an das verfügbare Format an.
Tipp: Diese Einrichtung ist auch über den integrierten Assistenten möglich. Er führt Schritt für Schritt durch die passenden Eingaben.

Die im Screenshot sichtbaren IP-Adressen und Befehle sind Beispielwerte. Übernimm für dein Gerät nur Angaben aus der Herstelleranleitung oder aus deinem eigenen Heimnetz.

Wann brauche ich das?

  • Dein Gerät wird nicht automatisch gefunden.
  • Du kennst IP und Steuerbefehle des Geräts.
  • Du möchtest ein einfaches Relais oder älteres Gerät einbinden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Vergib einen klaren Namen.
  2. Trage IP und Port ein.
  3. Trage Benutzer und Passwort nur ein, wenn das Gerät sie braucht.
  4. Wähle den Hersteller oder ein passendes Profil.
  5. Wähle AN-, AUS- und Status-Befehl.
  6. Klicke Verbindung testen.
  7. Speichere erst, wenn der Test sinnvoll aussieht.

Wichtige Felder erklärt

IP

Die Adresse des Geräts im Heimnetz.

Port

Meist 80, wenn der Hersteller nichts anderes nennt.

Hersteller

Bestimmt, welche Befehle zur Auswahl stehen.

AN-/AUS-Befehl

Legt fest, wie VyraVolt das Gerät schaltet.

Status-Befehl

Hilft zu erkennen, ob das Gerät an oder aus ist.

Integrationen verwalten

Öffnet den Bereich für eigene Herstellerprofile. Wenn dein Hersteller nicht vorhanden ist, kannst du einen eigenen Hersteller anlegen und passende Befehle speichern. Dafür brauchst du Herstellername, Kommunikationsart, Authentifizierung, Methode und den konkreten Befehl aus der Geräteanleitung.

Befehlsname

Der Name beschreibt, wofür ein Befehl gedacht ist, zum Beispiel „Einschalten“ oder „Status“. Eindeutige Namen helfen später beim Auswählen.

Befehl

Der Befehl ist der Pfad oder Aufruf, den dein Gerät versteht. Übernimm ihn möglichst genau aus der Anleitung des Herstellers.

Neu

Leert das Formular, damit du ein neues HTTP-Gerät anlegen kannst. Speichere vorher, wenn du Änderungen an einem bestehenden Gerät behalten möchtest.

Passwort anzeigen

Blendet das eingegebene Passwort kurz sichtbar ein oder wieder aus. Nutze das, um Tippfehler zu finden.

Testergebnis

Zeigt die Rückmeldung des Verbindungstests. Speichere ein Gerät erst, wenn das Ergebnis sinnvoll aussieht.

Beispiele

  • Messquelle: Ein separater Stromzähler liefert die Leistung. Regel: Eine Automation entscheidet anhand dieses Messwerts. Schaltbares Gerät: Ein älteres Relais wird per HTTP-Befehl ein- und ausgeschaltet.
  • Messquelle: Wetter oder Strompreis kommt aus der Info-Seite. Regel: VyraVolt prüft Grenzwert und Zeitfenster. Schaltbares Gerät: Ein HTTP-Gerät ohne automatische Suche wird über seinen Hersteller-Eintrag getestet und geschaltet.

Häufige Fragen

Wann nehme ich HTTP statt MQTT?

Wenn das Gerät keine automatische Verbindung bietet, aber über eine lokale Adresse steuerbar ist.

Warum ist der Verbindungstest wichtig?

So erkennst du vor dem Speichern, ob IP, Port und Befehle passen.

Was mache ich, wenn mein Hersteller fehlt?

Prüfe die Integrationen oder lege einen passenden Hersteller an, wenn du die Befehle kennst.

Warum funktioniert AN, aber Status nicht?

Der Status-Befehl kann falsch sein oder das Gerät liefert keinen klaren Zustand.

Soll ich Shelly oder Tasmota per HTTP einrichten?

Nur wenn MQTT nicht möglich ist. Für normale Nutzung ist MQTT meist angenehmer.

Fehlerbehebung

  • IP des Geräts im Router prüfen.
  • Port und Passwort kontrollieren.
  • Befehle einzeln testen.
  • Bei unsicherem Hersteller nicht blind speichern.

Verwandte Themen

Konkrete HTTP-Profile: was der Abgleich ergibt

Stand: 8. September 2026. Die folgenden Angaben beruhen auf dem Vergleich der VyraVolt-Firmware mit den verlinkten Herstellerdokumentationen. Ein API-Abgleich ist kein physischer Gerätetest. Er gilt nur für die genannten Funktionen. Vor einer Automation am eigenen Gerät prüfen.

Messwerte lesen

Ein eigenes Profil mit Kommunikation HTTP, Methode GET und passendem Status-Befehl anlegen. Anschließend den numerischen Wert in der Automation als Messquelle auswählen. Einheiten werden nicht automatisch zwischen Watt, Kilowatt, Wh und kWh umgerechnet.

Gerät / Profil
Shelly 3EM, Gen1
Status-Befehl
status
Messwert-Pfad
total_power
Einheit
W, Summe der Phasen
Gerät / Profil
Shelly EM, Gen1
Status-Befehl
emeter/0
Messwert-Pfad
power
Einheit
W, einzelner Kanal
Gerät / Profil
Shelly Plug / Plug S, Gen1
Status-Befehl
meter/0
Messwert-Pfad
power
Einheit
W
Gerät / Profil
Shelly 1PM, Gen1
Status-Befehl
status
Messwert-Pfad
meters[0].power
Einheit
W; nicht beim Shelly 1
Gerät / Profil
Shelly Pro 3EM
Status-Befehl
rpc/EM.GetStatus?id=0
Messwert-Pfad
total_act_power
Einheit
W
Gerät / Profil
Shelly Plus 1PM
Status-Befehl
rpc/Switch.GetStatus?id=0
Messwert-Pfad
apower
Einheit
W
Gerät / Profil
OpenDTU
Status-Befehl
api/livedata/status
Messwert-Pfad
total.Power.v
Einheit
W, PV-Erzeugung

Quellen: Shelly Gen1, Shelly EM-RPC, Shelly Switch-RPC, OpenDTU Web API.

Die Messwertprofile setzen passende, lokal erreichbare Endpunkte voraus. Geschützte Shelly-RPC-Zugänge verlangen Digest-Authentifizierung; diese wird im allgemeinen HTTP-Adapter nicht verarbeitet. Vorhandenen Passwortschutz nicht für eine vermeintliche Kompatibilität entfernen; für solche Shelly-Setups bevorzugt MQTT verwenden. Shelly-Authentifizierung

Bei OpenDTU muss zusätzlich die Aktualität der Wechselrichterdaten stimmen: Eine erreichbare DTU kann veraltete Werte liefern. Der allgemeine numerische HTTP-Pfad prüft die verschachtelten Felder data_age und reachable nicht automatisch als Gültigkeitsbedingung. Deshalb erst Anzeige und Verhalten bei Funkunterbrechung prüfen. PV-Leistung allein ist kein Netzbezug oder verfügbarer Überschuss. Die OpenDTU-Web-API kann sich mit Firmwareupdates ändern.

ESP Easy stellt über json?view=sensorupdate&tasknr=1 Sensorwerte bereit. Der konkrete Wertpfad hängt von Task und Plugin ab und muss am Gerät bestimmt werden; deshalb weiterhin „Modell prüfen“. ESP-Easy-URLs

Geräte steuern

Gerät / Profil
Shelly Gen1 mit Relaiskanal 0
Fester AN-Befehl
relay/0?turn=on
Fester AUS-Befehl
relay/0?turn=off
Grenze
Anschluss und Kanal prüfen
Gerät / Profil
Shelly Plus 1PM, RPC
Fester AN-Befehl
rpc/Switch.Set?id=0&on=true
Fester AUS-Befehl
rpc/Switch.Set?id=0&on=false
Grenze
Kein Digest im allgemeinen HTTP-Pfad
Gerät / Profil
WLED
Fester AN-Befehl
win&T=1
Fester AUS-Befehl
win&T=0
Grenze
Ein-/Aus-Befehle; keine umfassende RGB-Integration

WLED kann außerdem fest eingerichtete Presets und Farbwerte über GET-Befehle aufrufen. Das ist keine Zusage für einen dynamischen Farbeditor in VyraVolt. WLED HTTP-API

Befehl angenommen bedeutet nicht unabhängig bestätigter Ist-Zustand. Der allgemeine HTTP-Schaltpfad wertet eine erfolgreiche HTTP-Antwort als Erfolg und übernimmt den gewünschten Zustand. Sein allgemeiner Statusparser erkennt nicht automatisch Shellys ison / output oder WLEDs on. Externe Änderungen und echte Rückmeldungen müssen daher separat geprüft werden; für unterstützte Geräte bevorzugt die direkte MQTT-Integration nutzen. WLEDs Statusstruktur beschreibt die JSON-API.

HomeWizard: noch keine Produktfreigabe

P1 Meter, kWh Meter und Energy Socket liefern in API v1 numerische Leistungsdaten; der Watermeter liefert Durchfluss nur mit USB-Versorgung. Die technischen Lesepfade sind nachvollziehbar, die kommerziellen Nutzungsrechte sind jedoch nicht bestätigt. Deshalb keine uneingeschränkte Zusage als Bestandteil von VyraVolt.

API v1 wird nicht weiterentwickelt. API v2 mit eigener Autorisierung und HTTPS ist durch diesen Abgleich nicht freigegeben. Die Energy Socket benötigt zum Schalten unterschiedliche PUT-Bodies und eine eigene Statusauswertung; das normale Herstellerformular reicht dafür nicht aus.

Quellen: HomeWizard Bedingungen und Modelle, Messwerte, Schalten, API-Versionen.

Vor der ersten Automation prüfen

  1. Exaktes Modell, Firmware und Endpunkt mit der Anleitung abgleichen.
  2. Den Messwert im Verbindungstest mit der Geräteanzeige vergleichen; Einheit, Vorzeichen und Aktualisierung prüfen.
  3. Fehlende oder ungültige Werte dürfen nicht als gemessene Null interpretiert werden. Einen Verbindungsabbruch und das Wiederverbinden prüfen.
  4. AN und AUS getrennt mit einem geeigneten Verbraucher testen. Die reale Gerätewirkung und externe Zustandsänderungen kontrollieren.
  5. Erst danach die Automation aktivieren. Ein HTTP-Messwert allein richtet weder einen Hauszähler noch eine Premium-Zählerauswertung automatisch ein.

OAuth-Anmeldung, Digest, frei wechselnde Anfrage-Bodies oder spezielle Statusformate sind keine pauschal zugesicherten Funktionen des normalen Geräteformulars. Die lokale HTTP-Geräteanbindung gehört zu Free; die externe Daten-API ist eine andere, optionale Premium-Funktion.

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